Am 30. November 2006 hatten wir einen ganz speziellen Meditationsabend! Im letzten Meditationsviertel bekamen wir original japanische Meditationsmusik geboten – ein in Europa ziemlich allein stehendes Ereignis.

Ein langjähriger Freund, Walter Ulrich, hat in Japan 7 Jahre lange bei einem der sehr wenigen Meister Shakuhachi gelernt. Er tritt praktisch nie in der Öffentlichkeit auf, hütet sein Können, hat sich aber bereit erklärt, in unserer Zen-Runde zu spielen. In einem normalen Konzertsaal mit gemischtem Publikum ist es nämlich unmöglich die besondere Stimmung zu erschaffen, die für diese Musik notwendig ist.

Shakuhachi ist eine ca.54 cm lange Bambusflöte, die besonders von Mönchen als Meditationspraxis gespielt wurde/wird. "Der Atemstrom, der genau dosiert wird, fördert die innere Transformation, die bis zur Erleuchtung gehen kann..." (Zitat Japan-Handbuch). Der Ton der Flöte ist für europäische Ohren gewöhnungsbedürftig, jede Intonation ist aber gewollt, langjährig geübt und drückt eine bestimmte Stimmung aus:

  1. Sanya – Die 3 Täler
  2. Taki ochi no kyoku – Stürzender Wasserfall
  3. Kumoi jishi – Das Loch in den Wolken
  4. Lied der Komoso/Bettelmönche – Higashi no rinbo
  5. Lied der Komoso/Bettelmönche – Murasaki reibo, Der leere Himmel, zugeschrieben dem bekannten Zen Mönch Ikkyu Sojun
  6. Lied der Komoso/Bettelmönche – Shirabe, Die Suche
  7. Sagari ha no kyoku – Fallende Blätter